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RSSPrint

update (Februar 2017)

Die Fördermittelzusagen erlauben es uns, dass wir die ersten Ausschreibungen der baulichen Maßnahmen starten und geplant ist, nach Ostern mit den Instandsetzungen zu beginnen!

Herzenswunsch und Herausforderung - auf dem Weg zur Sanierung der Dorfkirche Paplitz

Liebe Mitmenschen,

wir in Paplitz sind auf dem Weg im Reformationsjubiläumsjahr 2017 die denkmalgerechte Sanierung der Fassaden und des Daches von Kirche und des separaten Turmes zu realisieren. Die Dorfkirche ist als einzige Predigtstätte der vier Orte Paplitz, Horstwalde, Lynow und Schöbendorf das sichtbare Gebäude für Kirche. Hier versammelt sich die Gemeinde um Kraft für den Alltag zu sammeln, um das Leben in seinen Höhe und Tiefen zu reflektieren. Im Turm befinden sich die Glocken, die zum Gottesdienst einladen. Der über vierhundert Jahre alten Kirche sind die Schäden anzusehen. Das Sanierungsvolumen beläuft sich nach Prüfung durch Architekten Reckers auf 366.000 EUR. Wir als kleine Kirchengemeinde hoffen auf Unterstützung der Landeskirche und des Kirchenkreises und auf Spender*innen.

Wenn Sie für den Erhalt und die Sanierung der Dorfkirche in Paplitz spenden möchten, dann ist es hierüber möglich:

Empfänger: Kirchenkreisverband Süd
BIC: GENODEF1EK1 (Evangel.Bank)

IBAN DE68 5206 0410 29 0390 0100

Bitte unter Verwendungszweck Name und Vorname, Adresse des Einzahlenden

und das Stichwort „Sanierung Dorfkirche Paplitz 0110 01 3500“ angeben.

Auf Wunsch wird der Spendernamen auf jeweils einen neuen Dachziegel geschrieben und damit mit dem Bauwerk „verewigt“.

Für Ideen, Unterstützung und bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Ältesten der Paplitzer Gemeinde.

 

Artikel Märkische Allgemeine, veröffentlicht: Mittwoch, 23.11.2016. von Gudrun Ott

Dorfkirche braucht Hilfe

Die Paplitzer Kirche braucht dringend eine Sanierung. Der Feldstein-Bau aus dem 13. und 14. Jahrhundert hat deutliche Risse in den Mauern. Der Dachstuhl hat unter schadhafte Entwässerung gelitten. Die Kirchengemeinde hat nun Fördermittelanträge für Sanierungsmaßnahmen gestellt.

Die spätmittelalterliche Feldsteinkirche zu Paplitz hat einen barocken Vorbau und einen abseits stehenden Glockenturm. Das Ensemble ist denkmalgeschützt. Um das Kleinod, das vermutlich aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt, in der Dorfmitte zu erhalten, bedarf es schneller Hilfe.

Das Gotteshaus im Stil einer Saalkirche wurde im Laufe seiner Geschichte mehrfach überbaut. Im 30-jährigen Krieg zerstört, baute die Kirchengemeinde die Kirche ab 1660 über zehn Jahre lang wieder auf. Neben Feldsteinen befinden sich Mauersteine und Feldsteingemische im Gemäuer. Die Feldsteine müssen zum Teil neu verfugt werden. Aber das ist wohl das geringere Übel.

Architekt Marcel Hahn, der die anstehenden Sanierungsarbeiten betreut, weist auf die schadhafte Außenfassade und auf den enormen Druck hin, der auf den Wänden lastet. „Das Tonnengewölbe schiebt die Mauern nach außen. Man nimmt an, dass die Kirche früher strohgedeckt und der Druck auf die Wände entsprechend geringer war. Jetzt haben sich bereits Fugen gebildet. In die werden wir horizontale Drahtanker setzen, die den Riss halten. Wir müssen den Schub bekämpfen“, erklärt der Architekt.

Auch der Dachstuhl hat durch schadhafte Entwässerung gelitten. An einer Stelle im Gemäuer wächst bereits eine junge Birke. Ihre Wurzeln finden genügend Halt und Nahrung in den feuchten Spalten zwischen den Steinen. Auch der Glockenturm, der vermutlich auf dem Sockel eines aus dem 13. Jahrhundert stammenden Wehrturmes errichtet wurde, ist stark sanierungsbedürftig. Der Turm braucht eine neue Holzverschalung, das Dach muss instandgesetzt und das Mauerwerk analog zur Kirche verfugt werden.

Für die Sanierung von Kirche und Glockenturm sind 366 000 Euro veranschlagt. Vor vier Jahren hatte die Kirchengemeinde bereits einen Antrag auf Fördermittel bei der Landeskirche gestellt. „Wir wurden damals nicht berücksichtigt und haben Ende Oktober erneut einen Antrag eingereicht“, sagt Pfarrerin Marlen Mahlow. Fördermittelanträge gingen auch an den Kirchenkreis, die Stiftung Kiba, die Sparkassenstiftung, die Deutschen Stiftung für Denkmalschutz sowie bei der Stadtstiftung der Stadt Baruth.

Zirka 350 Einwohner hat das kleine Dorf Paplitz, 125 von ihnen sind Kirchenmitglieder. „Wir spüren, dass auch Nichtmitglieder ein Herz für unsere Kirche haben. Denn bei Dorf- und Stadtfesten gab es für unseren kirchlichen Stand stets reichlich Kuchenspenden“, berichtet Pfarrerin Mahlow.

1980/81 wurde das Innere der Kirche, das mit Tonnengewölbe und holzgeschnitzten Altar von schöner Schlichtheit ist, saniert. Die Kirche verfügt über keine Orgel. Die frühere offene Fürstenloge hat jetzt ein Fenster, sodass der Raum dahinter für die Christenlehre genutzt werden kann. Mit dem größten Weihnachtsbaum der Region will die Kirchengemeinde in diesem Jahr werben. Die Christvesper mit Krippenspiel findet am Heiligen Abend um 15 Uhr statt. Wenn die Außensanierung im nächsten Jahr abgeschlossen sein wird, soll künftig in der Weihnachtszeit ein Herrnhuter Stern, der dem Stern von Bethlehem nachempfunden ist und als Ursprung aller Weihnachtssterne gilt, über der Kirche leuchten. Von Gudrun Ott

Rückblick auf eine Spendenaktion

Zum Stadtjubiläum „400 Jahre Stadtrecht Baruth“ erhielt unsere Kirchengemeinde die Möglichkeit, am Fest-Samstag mit einem kleinen Kirchen-Café vertreten zu sein.

Eine wunderbare Idee fanden wir, als Gemeinschaft mitzufeiern, auf das Projekt Sanierung Dorfkirche aufmerksam zu machen und natürlich auch Spenden dafür zu sammeln.

So ganz sicher ist es ja nie, wieviel Mithilfe eine geplante Aufgabe erfährt, daher zuerst mit großer Freude unser Dank für die sehr zahlreichen privaten Kuchenspenden aus allen Ortsteilen, das Anfeuern des Paplitzer Dorfbackofens und Backen vieler Blechkuchen, die perfekte Unterstützung durch den Dorfverein mit Equipment und Tipps aus langjähriger Erfahrung, die vielen Helfer*innen bei Einkauf, Transport und Aufbau und für ein fröhliches, engagiertes Team bei den Verkaufsschichten.

Es zeigte sich eindrucksvoll, dass die Kirche im Dorf viele Menschen angeht, als lebendiger Ort der Gemeinde und als prägendes Bauwerk.

Bestens gelaunt und ein wenig aufgeregt standen wir dann an unserem Marktstand auf dem Baruther Festplatz, gerüstet mit bunter Kuchen- und Tortenvielfalt im Angebot.

Anlass, passendes Wetter und das tolle, abwechslungsreiche Festprogramm ließen die Besucher strömen, Tische und Bänke waren gut gefüllt, heitere Stimmung überall - es wurde gelacht, geschwatzt und auch viel Kuchen verzehrt und Kaffee getrunken, es hat wohl allen geschmeckt und der Nachmittag verging wie im Flug – mit erhoffter Resonanz für unser Kirchen-Café !

Ein gelungener Einsatz mit viel Zuspruch und gutem Abschluss, wir sind zufrieden und dankbar mit dem Tag und einen kleinen Schritt weiter auf dem Weg, die Paplitzer Dorfkirche zu erhalten. Juni 2016, mso   

 

                                                                                                       

Letzte Änderung am: 08.02.2017